Nachhaltige Entwicklung


Zu den wesentlichen gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft zähle ich den Rückgang der Bevölkerung, das Beibehalten eines ausgeglichenen Finanzhaushaltes, die Umsetzung der Energiewende, die Bewältigung der  „Flüchtlingskrise“ sowie den Umgang mit extremem Wetter und Naturkatastrophen. Es liegt an uns, uns diesen Herausforderungen bewusst zu stellen, um auch nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Gemeinde zu hinterlassen. Für uns alle sollte zudem ein verantwortungsvoller Umgang mit unserer Natur und Umwelt selbstverständlich sein, wobei wir unseren Kindern und Jugendlichen mit gutem Beispiel vorangehen können.

  • Die wichtigste Voraussetzung einer zukunftsfesten Entwicklung ist für mich ein ausgeglichener Haushalt, der in diesem Jahr das erste Mal erreicht wird. Hierfür waren unangenehme und schmerzhafte Schritte notwendig. Doch nur mit der schwarzen Null steigt die Chance auf neue Investitionen. Daher strebe ich grundsätzlich einen verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern durch die politischen Entscheidungsträger an.
  • Ich werde mich dafür stark machen, dass die politischen Parteien und Fraktionen klare Ziele definieren und ihre gewünschten Vorhaben eindeutig priorisieren, denn nicht alles werden wir mit unseren begrenzten Mitteln umsetzen können.
  • An allen Planungen und Projekten wird ein strenger Maßstab anzulegen sein, ob sie dem Wohl aller in der Gemeinde dienen.
  • Als Ihr Bürgermeister möchte ich ausloten, inwiefern wir die Aufgabenwahrnehmung unserer Gemeinde langfristig noch effizienter gestalten können. Denn mit ungefähr 40 Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung, verantwortlich für ca. 12000 Einwohner, können wir nicht jeden Tag Berge versetzen. Möglicherweise können bestimmte Aufgaben in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen künftig sogar besser gemeinsam erledigt werden.
  • Für eine nachhaltige Bewirtschaftung unserer kommunalen Einrichtungen (z.B. Gemeindeverwaltung, Mehrzweckgebäude, Feuerwehren, Schulen und KiTas) sind die Nutzung regenerativer Energiequellen sowie effizienter Heizungsanlagen und ökologischer Baustoffe erforderlich. Ich werde mich für eine schrittweise Modernisierung dieser Einrichtungen einsetzen, um langfristig Einsparungen zu erzielen.
  • Durch das Erschließen neuer Einnahmequellen kann die Finanzlage der Gemeinde verbessert werden, ohne die Belastung unserer Bürgerinnen und Bürger kontinuierlich zu erhöhen. Hierunter verstehe ich auch, dass in der Gemeinde erwirtschaftete Gewinne, auch in der Gemeinde bleiben und vorrangig dort investiert werden soll, wo langfristig Einnahmen erzielt werden können.
  • Durch eine regelmäßige und offene Kommunikation mit unseren Gewerbetreibenden, die einen wesentlichen Beitrag zu unserem Finanzhaushalt leisten, möchte ich die Ansiedlung weiterer Unternehmen begünstigen und die Rahmenbedingungen kontinuierlich verbessern. Hier könnte ein „Unternehmerstammtisch“ die Plattform für einen solchen Kommunikationsweg darstellen.
  • Die Belastungen für unsere Gemeinde aufgrund der „Flüchtlingskrise“ müssen auf ein Mindestmaß beschränkt bleiben. Für mich steht das Wohl unserer Gemeinde an erster Stelle. Deshalb möchte ich zuerst an einer weiteren sozialen Integration unserer „jungen Gemeinde“ mit den vielen verschiedenen Ortschaften arbeiten. Im Bewusstsein unserer gesellschaftlichen Verantwortung für Schwächere und Hilfsbedürftige, möchte ich mich zuallererst um unsere eigenen Menschen bemühen, die Hilfestellung und Unterstützung brauchen. Sofern es unumgänglich ist, weitere Flüchtlinge oder Asylsuchende aufzunehmen, setze ich mich für eine höhere Kostenübernahme/ -beteiligung durch Landkreis, Land und Bund im Rahmen meiner Kompetenzen ein, um unseren eigenen Finanzhaushalt zu schonen.
  • In Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung möchte ich ein „Leerstandskataster“ erstellen und pflegen, das allen Bürgerinnen und Bürgern – insbesondere auch Zuzugswilligen – klare Auskünfte über Baulücken, leer stehende Gebäude und ungenutzte Flächen bietet. Dieses muss öffentlich einsehbar sein, sodass sich Interessierte umfassend über die verschiedenen Möglichkeiten eines Eigenheims (z.B. Neubau oder Sanierung eines Altbaus etc.) in unserer Gemeinde informieren können. Desweiteren ist darüber zu diskutieren, ob der Kauf bestehender Eigenheime gefördert werden kann, wenn gleichzeitig die bestehende Bausubstanz energetisch saniert wird.
  • Unsere Gemeinde war bereits mehrfach von starkem Unwetter und Katastrophen betroffen. Insbesondere der Hochwasserschutz für unsere Ortschaften muss, in Zusammenarbeit mit Landkreis und Land, weiter vorangetrieben werden. Für den Ernstfall müssen Verantwortlichkeiten, Kommunikationsbeziehungen und konkrete Aufgabenfelder im Vorhinein klar definiert sowie Maßnahmen und Abläufe in den verschiedenen Szenarien regelmäßig geübt werden.
  • Bürgerinnen und Bürgern, denen durch extremes Wetter erheblicher Schaden bis hin zur Nichtbewohnbarkeit des Eigenheims entstanden ist, ähnlich wie in Süddeutschland im ersten Halbjahr 2016, muss schnell geholfen werden können im engen Zusammenwirken von Gemeinde, Kreis und Land. Hierfür gilt es die Möglichkeiten und Grenzen klar herauszuarbeiten, um für den Ernstfall vorbereitet zu sein.